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IPSN stärkt Nürnbergs Schulen auf dem Weg in die Zukunft
Das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN) unterstützt die städtischen Schulen bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung, stärkt Lehrkräfte und Schulleitungen und fördert die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Über die vielfältigen Aufgaben und Schwerpunkte des Instituts im Schuljahr 2025/26 wurde im Bildungsausschuss am heutigen Freitag, 30. Oktober 2026, berichtet. Ein zentraler Bezugspunkt der Arbeit ist das städtische Schulentwicklungsprogramm „Schule Vision 2040“, mit dem die Stadt Nürnberg ihre Bildungsarbeit zukunftsgerichtet gestaltet.
„Gute Schule entwickelt sich weiter. Dafür brauchen Lehrkräfte und Schulleitungen nicht nur klare Ziele, sondern auch Zeit, fachliche Impulse und konkrete Unterstützung bei der Umsetzung“, sagt Cornelia Trinkl, Bildungsreferentin der Stadt Nürnberg. „Das IPSN bringt Schulen miteinander ins Gespräch, macht gute Praxis sichtbar und begleitet Veränderungen vor Ort. So stärken wir unsere Schulen und schaffen gute Voraussetzungen dafür, dass Schülerinnen und Schüler selbstständig lernen, Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft mitgestalten können.“
Das partizipativ entwickelte Programm „Schule Vision 2040“ gibt den kommunalen Schulen eine gemeinsame Orientierung für ihre pädagogische Entwicklung. Es umfasst sieben Entwicklungsfelder: selbstgesteuertes Lernen, Schutzfaktoren für resiliente Systeme, fächervernetztes und kooperatives Lernen, die Öffnung von Schule, lernwirksame Leistungsrückmeldung, lernförderliche Räume sowie die Zusammenarbeit der Lehrkräfte.
Das IPSN begleitet Schulen dabei, ihren Entwicklungsstand zu reflektieren, passende Vorhaben abzuleiten und diese dauerhaft im Schulalltag zu verankern. Ein wichtiger Baustein ist der im Winter 2025 gestartete zweijährige „Fokus-Kurs 2040“. Lehrkräfte entwickeln darin schulbezogene Projekte und setzen sie gemeinsam vor Ort um.
Die Arbeit des IPSN reicht von der Schulentwicklung über Fortbildung und Beratung bis zur direkten Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Eltern. Die Schulpsychologie berät Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie schulische Beschäftigte, unterstützt bei Krisen und bietet Präventionsangebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit an. Dazu gehören beispielsweise Resilienztage, Angebote zur Bewältigung von Prüfungsangst und Fortbildungen zum Umgang mit psychischen Belastungen.
Die Personalentwicklung begleitet Lehrkräfte in unterschiedlichen Phasen ihres Berufslebens. Angebote für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Qualifizierungen für schulische Führungskräfte sowie Coaching und Supervision tragen dazu bei, die Handlungssicherheit zu stärken und Veränderungsprozesse an Schulen zu unterstützen. Fortbildungen greifen dabei auch aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und neue Formen der Unterrichtsentwicklung auf.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Medienpädagogik und der Weiterentwicklung digitaler Lernkulturen. Das IPSN berät Schulen, bietet Fortbildungen an und fördert die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Der Podcast „erlebb@r“ griff in sieben Folgen aktuelle medienpädagogische Themen auf. Auch das Medienzentrum entwickelte seine Angebote weiter; die Zahl der Zugriffe überschritt im Schuljahr 2025/26 die Marke von 100 000 Nutzerinnen und Nutzern.
Der Bereich Demokratiebildung stärkt Partizipation, Werteorientierung und eine diskriminierungssensible Schulkultur. Mit dem „Demokratietalk“ stehen beispielsweise Kurzvideos über demokratische Grundwerte und Grundrechte für den Unterricht zur Verfügung. Weitere Angebote unterstützen Schulen bei der Antidiskriminierungsarbeit, der Radikalisierungsprävention und der europäischen Bildung. Das Qualifizierungsprogramm „Schule der Vielfalt“ begleitet Lehrkräfte dabei, eine Schulkultur zu gestalten, in der alle Schülerinnen und Schüler respektiert und in ihrer Teilhabe gestärkt werden.
Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Die Energie- und Umweltstation Nürnberg bietet Klassen aller Schularten sowie weiteren Zielgruppen vielfältige Programme zu Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit an. Themenwochen, Projekte und regionale Netzwerke ermöglichten es, Zukunftsfragen praxisnah zu bearbeiten.
Mit der schulnahen Lernförderung im Rahmen von Bildung und Teilhabe (BuT) und dem Nürnberger Elternbüro Schulerfolg und Teilhabe (NEST) unterstützt das IPSN Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien. Im Schuljahr 2025/26 arbeitete die BuT-Lernförderung mit 26 Partnerschulen und 54 Lernförderkräften zusammen. Bis Ende Juli wurden knapp 400 Schülerinnen und Schüler aus sozioökonomisch benachteiligten Familien direkt an ihren Schulen gefördert.
NEST unterstützt Familien seit 17 Jahren bei schulischen Anliegen – in 33 Sprachen. Rund 50 ehrenamtliche Elternlotsinnen und Elternlotsen informieren über das bayerische Schulsystem, begleiten Gespräche mit Lehrkräften und erleichtern Eltern den Zugang zu schulischen Angeboten. Die enge Verzahnung beider Programme hilft dabei, Familien gezielt zu erreichen und Bildungsbarrieren abzubauen.
„Bildungsgerechtigkeit entsteht dort, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung bekommen, die zu ihrer jeweiligen Situation passt, und Familien verlässliche Ansprechpartner finden“, betont Cornelia Trinkl. „Die verschiedenen Angebote des IPSN greifen ineinander. Sie stärken die Schulen als Lern- und Lebensorte und tragen dazu bei, dass mehr junge Menschen ihre Potenziale entfalten können.“ let
Quelle: Stadt Nürnberg · Amt für Kommunikation und Stadtmarketing